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Quelle: evangelische Kirche Allmannsweier

Kircheneintritt, Kirchenaustritt

In die Kirche eintreten:

Die erste Aufnahme in eine christliche Kirche (als Kind oder als Erwachsener) ist mit dem Sakrament der Taufe verbunden. Die vollzogene Taufe wird in den Kirchenbüchern der Kirchengemeinde vermerkt, in der die Taufe stattgefunden hat. Die Kirchengemeinde meldet den Vollzug der Taufe ans zuständige Einwohnermeldeamt weiter, so dass auch dort die Kirchenmitgliedschaft vermerkt wird.

Wer aus seiner Kirche ausgetreten ist, kann jederzeit wieder in eine Kirche eintreten, ohne deswegen jedoch erneut getauft zu werden: Dies gilt sowohl beim Wiedereintritt in die Kirche, aus der jemand ausgetreten ist, als auch beim Übertritt in eine andere christliche Kirche (Konfessionswechsel). 

Die Kirchen der ACK (Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen) erkennen die Taufe gegenseitig an. Das heißt: Wenn Sie beispielsweise in der römisch-katholischen Kirche getauft wurden oder auch in einer zur ACK gehörigen Freikirche, später aber aus Ihrer Kirche ausgetreten sind und dann in die evangelische Kirche eintreten möchten, werden Sie nicht „umgetauft“, wie oft vermutet. – Und so ist das auch im umgekehrten Fall.

In die Kirche eintreten (auch Wiedereintritt oder Übertritt) können Sie direkt im Pfarramt der Kirchengemeinde, zu der Sie künftig gehören möchten.  Dabei erwartet Sie in unserer Kirchengemeinde keine Glaubensbefragung.  Wenn Sie aber etwas über Ihre Beweggründe für Ihren Eintritt, Wiedereintritt, Übertritt oder über Ihre Beweggründe für den einstigen Austritt aus der Kirche mitteilen möchten, steht Ihre Pfarrerin oder Ihr Pfarrer jedoch gerne zum Gespräch zur Verfügung.

Der Eintritt in die evangelische Kirche kann ein ganz formaler Akt sein: Sie füllen ein Formular aus und sind damit – neu oder wieder – Mitglied in der evangelischen Kirche.

Wenn Sie es möchten (und nur dann), weil Sie Ihren Eintritt, Wiedereintritt oder Übertritt in die evangelische Kirche auch als ein Bekenntnis verstehen, wird Ihr Eintritt in die Kirche gerne auch öffentlich der Gemeinde bekannt gegeben, sei es über den Gemeindebrief oder im Gottesdienst.  

Weitere Infos zum Eintritt in die evangelische Kirche finden Sie unter:

http://www.ekd.de/einsteiger/evangelisch_werden.html  (als Link)

 

Aus der Kirche austreten:

Aus der Kirche austreten können Sie ganz einfach im Rathaus. Ihr Pfarramt bekommt dann in der Regel einige Wochen später eine Mitteilung über Ihren Kirchenaustritt.

Ihre Pfarrerin und Ihr Pfarrer freuen sich aber, wenn Sie vor diesem Schritt aus der Kirche den Kontakt mit ihnen suchen und ihnen erklären, was Sie zu diesem Schritt veranlasst.

Sie sollten sich in jedem Fall bewusst sein, dass Ihr Austritt Folgen hat, für Sie selbst und für Ihre Gemeinde:  Wer aus der Kirche austritt, gibt damit einiges auf, zum Beispiel

-  das Recht auf eine kirchliche Trauung

-  die Möglichkeit, Taufpate zu werden

-  die Möglichkeit, an kirchlichen Wahlen teilzunehmen

-  das Recht auf eine kirchliche Bestattung. - Da hiervon gegebenenfalls Ihre nächsten Angehörigen betroffen sind, bitten wir Sie darum, Ihre Entscheidung zum Kirchenaustritt auch mit ihnen zu besprechen.

In vielen Fällen sind finanzielle Überlegungen der Grund für einen Austritt aus der Kirche. Hier gilt es jedoch zu bedenken,  dass ohne die finanziellen Mittel der Kirchensteuer weder Kirchen noch Gemeindehäuser gebaut oder erhalten und auch keine Pfarrstellen finanziert werden können. Auch die Angebote der Kirche und der Diakonie sind ohne Kirchensteuermittel nicht möglich, darunter sind vielleicht auch Einrichtungen, die Sie oder Ihre Angehörigen schon genutzt haben: Kindergärten, Krankenhäuser, Sozialstationen, Seniorenheime, Beratungsstellen  …  -  In finanzieller Hinsicht lebt die Kirche davon, dass viele ihren Beitrag zu leisten bereit sind.

Jeder Austritt aus der Kirche schwächt aber nicht nur die Kirche als Institution, sondern auch Ihre konkrete Kirchengemeinde vor Ort. Auch die Evangelische Kirchengemeinde Allmanns­weier bezieht ihre finanziellen Mittel hauptsächlich aus dem Kirchensteueraufkommen. Die Mitgliederzahl einer Gemeinde spielt bei der Zuteilung der Kirchensteuer an die Gemeinden eine entscheidende Rolle. Und auch wenn es um die Verteilung oder Einsparung von Pfarrstellen geht, gilt in erster Linie die Mitgliederzahl einer Gemeinde als Kriterium.

Sollten Sie Ihre Kirchengemeinde vor Ort auch nach einem Austritt aus der Kirche finanziell unterstützen wollen, so ist die Kirchgeldspende dafür eine gute Möglichkeit.

Was jedoch schwerer wiegt als alles Finanzielle: Mit einem Austritt aus der Kirche verliert die Kirchengemeinde vor Ort eine Persönlichkeit, die mit ihren Begabungen und Ideen, mit ihrer vielleicht berechtigten und notwendigen Kritik, mit ihren Überzeugungen, mit ihrem Glauben und mit ihren Zweifeln nicht zu ersetzen ist. Eine Persönlichkeit, die so wie sie ist für ihre Gemeinde ein Gewinn hätte sein können.

Gute Gründe für Ihre Mitgliedschaft in der Kirche finden Sie unter:

http://www.ekd.de/einsteiger/12gutegruende.html  (als Link)