Der landeskirchliche Stellenplan sah für die Evangelische Kirchengemeinde Allmannsweier eine halbe Pfarrstelle vor.
Bis Ende der 90er Jahre war die halbe Allmannsweierer Pfarrstelle mit einer weiteren halben Pfarrstelle im Lahrer Ortsteil Langenwinkel verbunden. Der Pfarrstelleninhaber wohnte dabei im Allmannsweierer Pfarrhaus.
Nach Auflösung der Verbindung mit Langenwinkel erklärte sich der Allmannsweierer Unternehmer Dr. Martin Herrenknecht bereit, für die Kosten einer halben Pfarrstelle aufzukommen, um so eine ganze Pfarrstelle in seinem Heimatort zu ermöglichen.
Im Herbst 1999 konnte die Allmannsweierer Pfarrstelle mit dem Pfarrehepaar Renate und Axel Malter als 100%-Stelle besetzt werden.
Geplante Umstrukturierungen im Kirchenbezirk Ortenau, Region Lahr, waren der Anlass für die Zusage von Dr. Herrenknecht an die Badische Landeskirche, die Allmannsweierer Pfarrstelle von 2014 an zu 100% zu finanzieren. Die für Allmannsweier vorgesehene 50%-Stelle aus dem landeskirchlichen Stellenplan kann seitdem anderswo in der Region Lahr eingesetzt werden.
Seit 2021 spendet Dr. Herrenknecht 1,5 Pfarrstellen. So hat die Allmannsweierer Kirchengemeinde weiterhin ihre 100%-Pfarrstelle und darüber hinaus kann das Pfarrehepaar Malter mit einem 50%-Deputat Aufgaben im Kirchenbezirk übernehmen, sei es - wie zunächst - als "Springerpfarrer" in vakanten Kirchengemeinden, sei es - wie seit April 2025 - als Kooperationspfarrer am CVJM-Marienhof bei Offenburg.
Die Evangelische Kirchengemeinde Allmannsweier dankt Herrn Dr. Herrenknecht sehr herzlich für sein langjähriges finanzielles Engagement!
Gemeinde lebt von Menschen, die sich einbringen!
Mit dem folgenden kleinen Video hoffen wir die Lust auf Nachahmerprojekte zu wecken. Es lohnt sich, auch für kleine Gemeinden eine 100%-Pfarrstelle zu finanzieren: als Einzelperson, als Förderverein, als Genossenschaft, wie auch immer.



